Wasserhärte - Alle Infos

Was ist Wasserhärte?

 
 

Der Begriff „Wasserhärte“ kommt aus der angewandten Chemie. Er bezeichnet die Konzentration der aus dem Boden gelösten Mineralsalze im Wasser: insbesondere Magnesium und Kalzium. Wasser ist härter, je höher sein Anteil an Mineralsalzen ist. Weil die Böden innerhalb Deutschlands unterschiedlich beschaffen sind, variiert der Wasserhärtegrad von Ort zu Ort.

Was ist der Härtegrad des Wassers?

Der Wasserhärtegrad errechnet sich aus der Summe der im Wasser gelösten Kalzium- und Magnesiumionen in Millimol je Liter. Der Härtegrad wird laut der Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes europaweit in 3 Bereiche kategorisiert:

  • weich mit bis 1,5 mmol/l

  • mittel mit 1,5 bis 2,5 mmol/l

  • hart mit über 2,5 mmol/l

Schon länger wird in Deutschland und Österreich die Wasserhärte jedoch trotzdem oft in Grad deutscher Härte (°dH) angegeben. Dabei bedeutet 1 °dH formal 10 mg Kalziumionen pro 1 Liter Wasser. Die restlichen Härtebildner (z.B. Magnesium) sind als hierzu äquivalente Mengen festgelegt. Außerdem verwendet man 4 statt 3 Kategorien. Werfen Sie einen Blick auf die folgende Wasserhärte-Tabelle (ohne Härtegrad 4):

 

Wasserhärte quer durch Deutschland

 

Da die Wasserhärte in jedem Ort anders ist, weisen unterschiedliche Gebiete in Deutschland auch unterschiedliche Wasserhärtegrade auf. Wussten Sie:

 

61,5 %

des Trinkwassers kommt aus Grundwasser, 30,3 % aus Oberflächenwasser und der Rest aus Quellen.

13 von 16

der Bundesländer in Deutschland haben im Durchschnitt hartes Wasser (≥ 14 °dH).

Der Wasserhärtegrad in deutschen Großstädten

Fragen Sie sich, wie verschieden der Härtegrad zwischen deutschen Städten ist? Finden Sie diese Information über die 10 meistgefragten Städte:

 
Infografik-Wasserhaerte-deutsche-Staedte.png

Die Wasserhärte in Berlin

Die Berliner Wasserhärte liegt bei 14 °dH und ist damit hart. Berliner Wasser enthält jedoch viele für den Menschen wertvolle Mineralien und Spurenelemente. Diese Substanzen mögen für uns gesund sein, doch verkalken aufgrund der Wasserhärte regelmäßig Berliner Armaturen und Küchengeräte. Ohne Entkalkungsanlage können Sie fest mit einer Kalkablagerung rechnen.

Die Wasserhärte in allen 16 Bundesländern

Wundern Sie sich, wie hoch die Wasserhärte in Ihrem Bundesland ist? Betrachten Sie die folgende Darstellung!

 
Infografik-Wasserhaerte-deutsche-Bundeslaender.png

Mit Ausnahme von Bremen, dem Saarland und Sachsen haben alle Bundesländer im Durchschnitt hartes Wasser. Die Wasserhärte innerhalb jedes Bundeslandes variiert jedoch stark. Sollten Sie sich bzgl. des Härtegrads Ihres Wassers unsicher sein, testen Sie Ihre Wasserhärte. Das ist der 1. Schritt gegen Kalk.

 

Wasserhärte testen

 

Ihre Wasserhärte zu testen, wird Ihnen die Gewissheit geben, ob Sie Maßnahmen gegen hartes Wasser ergreifen müssen. Sie können Wasserhärte auf 4 Wegen prüfen:

 

1. Titrierlösung (empfohlen)

Bei Aqua Unimat erhalten Sie beim Kauf eines Wasserenthärters auch eine Titrierösung als Wasserhärte-Test. Den Wasserhärtegrad können Sie an der Anzahl der in den Messbecher zugegebenen Tropfen der Titrierlösung ablesen. Die Farbe des Wassers wechselt nämlich ab einem bestimmten Tropfen von rot zu grün.

2. Wasserhärte-Teststreifen

Verwenden Sie diese Teststreifen für Wasserhärte nur mit ungefiltertem Wasser. Dazu müssen Sie einen Wasserhärte-Teststreifen einen kurzen Moment in kaltes Leitungswasser halten. Warten Sie nun, bis sich der Streifen verfärbt. Der Vergleich mit der Farbtafel wird Ihnen Ihren Wasserhärtegrad offenbaren.

3. TDS-Messgerät

Der TDS-Wert (Total Dissolved Solids) gibt die Menge an gelösten Feststoffen im Wasser an, z.B. Salze, Mineralien und Metalle. Dadurch wird die Leitfähigkeit in PPM gemessen: je mehr Ionen, desto besser leitet das Wasser. Rückschlüsse auf die Wassergüte sind jedoch wegen der Manipulierbarkeit​ umstritten.

4. Wasserversorger kontaktieren

Ihr Wasserversorger kann Ihnen Informationen über Ihre Wasserhärte geben. Kontaktieren Sie ihn einfach. Manchmal finden Sie die gesuchte Information auch schon auf der Website Ihres Wasseranbieters.

Wasserhärte FAQ

 

Was ist die optimale Wasserhärte?

Die optimale °dH Wasserhärte liegt zwischen 6 und 8 Grad: leicht mittelhartes Wasser. Dieser Härtegrad erlaubt, dass Sie gesundes Kalzium und Magnesium aufnehmen und sich Seifen leicht lösen können. Außerdem ist das Wasser weich genug, um Ihr Zuhause vor Kalk zu schonen.

Welches Wasser ist als hart anzusehen?

Wasser mit einem Härtegrad über 2,5 Millimol Kalziumoxid pro Liter bzw. 14 Grad deutscher Härte ist „hart“. Fakt ist, dass viele deutsche Haushalte unter hartem Wasser leiden. Hartes Wasser führt zur Verkalkung von Rohren und Hausinstallationen, kann aber auch Haut und Haar beeinträchtigen.

Wie berechnet man die Wasserhärte?

Die Wasserhärte ist die Summe der Kalzium- und Magnesiumionen im Wasser. Für °dH wird die folgende Formel verwendet: °dH = (Ca * 1,4 + Mg * 2,307) / 10. Die Umrechnung in mmol/l ist: 1 °dH = 17,8 mg l^(-1) CaCO3 (ppm) = 0,357 mval l^(-1) = 0,1783 mmol l^(-1).

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